ARBEITEN

Bild Leni Riefenstahl

Olympia 1936 (Leni Riefenstahl)

Angaben zur Entstehung des Films
1935 trifft Leni Riefenstahl Dr. Carl Diem, Generalsekretär des Organisationskomitees für die XI. Olympischen Spiele, die 1936 in Berlin stattfinden sollten. Sie trifft Absprachen mit der Filmproduktionsfirma „Tobis“ zu den Olympia-Filmen und ist mit zahlreichen Vorarbeiten beschäftigt. Kurz darauf gründet sie die „Olympiade-Film GmbH“, deren Gesellschafter sie und ihr Bruder Heinz Riefenstahl sind. Wieder fließen Gelder des Propagandaministeriums und weitere Reichsmittel in die Produktionsfirma, um die aufwendigen Dreharbeiten zu finanzieren.
1936 besucht Leni Riefenstahl für Vorarbeiten die Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen, außerdem trifft sie sich mit Benito Mussolini in Rom. Ab Mai 1936 beginnen die Probeaufnahmen zu den Olympia-Filmen. Leni Riefenstahl arbeitet mit den bekannten Kameramännern (Walter Frentz, Willy Zielke, Gustav Lantschner, Hans Ertl sowie zahlreichen anderen) zusammen. Gemeinsam entwickeln sie viele filmtechnische Neuerungen (zum Beispiel Unterwasserkameras und Schienenkameras). 170 Mitarbeiter gehören zum Filmstab. Nach den Dreharbeiten im Juli und August 1936 zieht sich Leni Riefenstahl in den Schneideraum zurück. Zwischen 1936 und 1938 sichtet, archiviert, montiert und schneidet sie das Filmmaterial zu den Olympia-Filmen in ihrem Haus im Grunewald. Ein Werkfilm über die Arbeit zu den Olympia-Filmen erhielt 1937 bei der Pariser Weltausstellung eine Goldmedaille. Premiere feiern „Fest der Völker“ und „Fest der Schönheit“ am 20. April 1938 im Ufa-Palast am Zoo. Leni Riefenstahl reist mit dem Film durch Europa. Ihre Tournee führt sie nach Wien, Graz, Paris, Brüssel, Kopenhagen, Stockholm, Helsinki, Oslo, Rom. Sie erhält für die Olympia-Filme den Deutschen Filmpreis 1937/38, den schwedischen Polar-Preis 1938, die Goldmedaille für den besten Film bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig, den Griechischen Sportpreis sowie beim Filmfestival in Lausanne 1948 im Nachhinein ein Olympisches Diplom zur Olympischen Goldmedaille vom Comitée International Olympique 1938.
Der Film wurde in vier Versionen hergestellt, einer deutschen, englischen, französischen und einer italienischen. Die Bundesrepublikanische Fassung (1958) des Films ist entnazifiziert und darum kürzer.

Quellen: Wikipedia | Leni Riefenstahl Website

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