ARBEITEN

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Wyss Rebecca 2005 > Diplomarbeit
Neubetrachtung
Die Arbeit beschreibt sich als Adaptation der Bilderserie von Willliam Hogarth
«Marriage à la Mode» von 1745, aus einem neuen zeitgenössischen
Standpunkt. In Entsprechung zu Hogarths Werk, setzt sich auch diese Arbeit aus
sechs Teilstücken zusammen.
Geschichtlicher Hintergrund
In der usprünglichen Version von William Hogarth wird die Geschichte
einer Mesalliance gezeigt, einer nicht standesgemässen
Ehe. In dürren Worten: Reiche Bürgerstochter wird mit verarmtem, aber
hochgeborenem Adelssohn verheiratet. Moral der Geschicht: Kaufmannsgut und
blaues Blut reimen sich nicht unbedingt, besonders wenn es allein die Absicht
dieser
Unternehmung ist, die Bürgerliche zu adeln und den Adligen durch das bürgerliche
Kapital abzusichern. Die Interessengemeinschaft erweist sich bei Hogarth
als nicht tragfähig, die Partner des Geschäfts gehen gesonderten Interessen
nach. Der Ehemann, selbst ständig auf Abwegen, überrascht schliesslich
die Gattin mit ihrem Liebhaber und wird von diesem in nächtlichem Duell
getötet. Die Frau geht mit Schande beladen ins bürgerliche Elternhaus
zurück und bringt sich um. Das gemeinsame Kind wird nicht etwa das Geschlecht
fortsetzen, sondern erbt die Geschlechtskrankheit seines honorigen Vaters
und wird die bis auf Wilhelm den Eroberer zurückreichende Adelslinie abrupt
enden lassen. In der Tat, eine wahre Schauergeschichte.
